Seite wählen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat in ihrer Sitzung am 10. Juli eine neue Bund-Länder-Vereinbarung (BLV) beschlossen. Diese regelt die Finanzierung sowie die zukünftige Ausgestaltung von NFDI ab 2029. Bund und Länder wollen NFDI mit bis zu rund 98,7 Millionen Euro pro Jahr im Zeitraum von 2029 bis 2038 weiterfördern.

Dorothee Bär, Vorsitzende der GWK und Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, bezeichnet NFDI in der Pressemitteilung der GWK als Enabler für „technologische Innovationen, industrielle Wertschöpfung und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes“, der einen zentralen Beitrag zur Datensouveränität in Deutschland und Europa leistet. Auch Falko Mohrs, stellvertretender Vorsitzender der GWK und niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, betont den Stellenwert von NFDI. Auch künftig werde NFDI dazu beitragen, „Forschungsdaten über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg besser nutzbar zu machen, die digitale Transformation des Wissenschaftssystems zu unterstützen und die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands zu stärken.“

Durch die weitere Förderung kann NFDI ihre Rolle als zentrale Anlaufstelle für Forschende im Bereich Forschungsdatenmanagement ausgestalten, Dienste sowie Beratungsangebote (weiter-)entwickeln und die datengetriebene Nutzung sowie Ausreifung von Künstlicher Intelligenz unterstützen.

NFDI begrüßt die Entscheidung der GWK sehr und freut sich darauf, das Forschungsdatenmanagement in Deutschland und somit das Wissenschaftssystem als Ganzes auch nach 2028 weiter voranzutreiben. Die Mittel bringen Bund und Länder gemeinsam im Verhältnis 90:10 auf. Durch die erneute Förderung für 10 Jahre erhält NFDI eine Entwicklungsperspektive, die nahtlos an die bisher geleistete Arbeit anknüpft. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die aktuell den Begutachtungs- und Bewertungsprozess für die Konsortien der NFDI organisiert, wird für ein Innovationsprogramm zuständig sein.

„Wir sind sehr froh, dass Bund und Länder die bisherigen Erfolge des Netzwerks anerkennen und die Weiterentwicklung durch eine Anschlussförderung ermöglichen“, sagt Prof. Dr. York Sure-Vetter, Direktor und wissenschaftlicher Vorstand des NFDI-Vereins. „Die erneute Förderung für zehn Jahre ist eine sehr positive Nachricht. Wir freuen uns darauf, mit NFDI zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Vor allem beim Thema KI eröffnet ein effektives Forschungsdatenmanagement riesige Chancen, die wir nutzen wollen.“

„Die Fortsetzung der Förderung ist ein wichtiges Signal für die Zukunft von NFDI. Sie ermöglicht es, die in den vergangenen Jahren entstandene gemeinsame Dynamik weiterzuentwickeln, neue Perspektiven zu eröffnen und die wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter zu stärken“, sagt Susanne Walter-Augustin, Administrative Vorständin des NFDI-Vereins.

Beide Vorstände betonen das Zusammenwirken verschiedener Akteure als Grundlage des Erfolgs von NFDI: „Unser besonderer Dank gilt den vielen Menschen in der Geschäftsstelle, bei unseren Partnern und insbesondere in unseren Vereinsabteilungen und -organen, die NFDI in den vergangenen Jahren mit großem Engagement aufgebaut haben. Wir danken zudem Bund und Ländern für ihre Unterstützung und ihr klares Bekenntnis zur Fortführung von NFDI. Auf diesem Fundament können wir die nächsten Schritte gemeinsam und verantwortungsvoll gestalten.“

 

Hintergrund

Bereits in der aktuell geltenden BLV vom 26. November 2018 wurde eine Strukturevaluation der NFDI durch den Wissenschaftsrat (WR) vorgesehen. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat den Wissenschaftsrat (WR) mit einem Schreiben vom 7. November 2022 gebeten, die Strukturevaluation vorzunehmen. In seiner Sitzung am 11. Juli 2025 beschloss der WR seinen „Bericht zur Strukturevaluation der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)“, der die Entscheidungsgrundlage für die weitere Ausgestaltung von NFDI lieferte. Auf Basis dieses Berichts und nach umfangreichen Abstimmungen fasste die GWK den Beschluss über die zukünftige Förderung von NFDI ab dem Jahr 2029 im Rahmen einer neuen Bund-Länder-Vereinbarung (BLV).

Über NFDI

Daten als gemeinsames Gut für exzellente Forschung, organisiert durch die Wissenschaft in Deutschland. Das ist die Vision der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Forschungsdaten sind ein wertvoller Schatz für unsere Gesellschaft. Mit ihrer Hilfe lassen sich neue Erkenntnisse gewinnen, die Innovationen ermöglichen und Deutschland als Wissensstandort stärken. Aktuell sind viele Forschungsdaten weder auffindbar noch interoperabel nutzbar und damit nicht wieder- und weiterverwertbar. Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) möchte dies ändern und neue Potenziale zur Wissensgenerierung und zur interdisziplinären Verknüpfung erschließen.

 

Ansprechpartnerin für Presserückfragen:

Nathalie Rathgeb, Wissenschaftliche Referentin PR/Kommunikation
Tel. +49 721 988 994 20
Mail: nathalie.rathgeb(at)nfdi.de

Andere Beiträge

Beiträge

Erfolg für NFDI: GWK beschließt weitere Förderung aller Konsortien der zweiten Runde

Die zehn Konsortien der zweiten Förderrunde werden weitergefördert. Darüber hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) am 10. Juli entschieden. Die neue Förderperiode für die zweite Projektphase beginnt für BERD@NFDI, DAPHNE4NFDI, FAIRmat, MaRDI, NFDI-MatWerk, NFDI4DataScience, NFDI4Earth, NFDI4Microbiota, PUNCH4NFDI und Text+ im Oktober. Bund und Länder stellen dafür insgesamt rund 71 Millionen Euro bis zunächst Ende 2028 zur Verfügung.

mehr lesen