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Viele Länder weltweit haben Netto-Null- und Ausbauziele für erneuerbare Energien formuliert, um den Übergang zu klimaneutralen Energiesystemen zu steuern. Doch eine zentrale Frage bleibt: Treiben diese Ziele tatsächlich politische Maßnahmen voran – oder spiegeln sie lediglich bereits erreichte Fortschritte wider?

Forschende aus dem Umfeld von NFDI4Energy haben diese Frage mithilfe strukturierter offener Daten untersucht. Grundlage war der Climate Policy Atlas, ein maschinenlesbarer Datensatz zu Klima- und Ausbauzielen für erneuerbaren Strom, der mit Unterstützung von NFDI4Energy aufgebaut wurde. Die Analyse zeigt, dass sich das Setzen von Zielen stark zwischen Ländern und Einkommensgruppen unterscheidet. In einigen Fällen wurden Ziele sogar zu einem Zeitpunkt festgelegt, zu dem sie bereits erreicht waren. Gleichzeitig zeigt sich, dass Länder mit vergleichsweise moderaten Zielen teilweise bessere Fortschritte bei Emissionsminderungen und beim Ausbau erneuerbarer Energien erzielen als solche mit sehr ambitionierten Zielsetzungen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass neben Zielsetzungen auch politische Rahmenbedingungen, Institutionen und bestehende Maßnahmen eine wichtige Rolle für die tatsächliche Entwicklung spielen. Zugleich zeigte sich, welchen Mehrwert offene und standardisierte Daten für die Analyse von Klimapolitik bieten. Mit dem Climate Policy Atlas und einem begleitenden Online-Tool können Forschende und politische Entscheidungsträger:innen Klimaziele nun einfach vergleichen und analysieren.

Damit leistet NFDI4Energy einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und datenbasierten Bewertung von Klimapolitik.

Beschreibung auf der NFDI4Energy Website:

Climate policy atlas:

Logo des Konsortiums NFDI4Energy

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