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In dem NFDI4Memory-Positionspapier warnen die Unterzeichnenden vor einem drohenden „Digital Dark Age“. Dieses könnte die Möglichkeiten zukünftiger Historiker:innen, die Geschichte unserer Gegenwart verlässlich zu schreiben, drastisch einschränken. Denn im Übergang vom analogen zum digitalen Zeitalter gelangen digitale Unterlagen nicht in die Magazine der Archive. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von falsch verstandenem Datenschutz bis zur Kurzlebigkeit von Social Media. Gleichzeitig führen bereits heute künstlich generierte Dokumente und Auskünfte viele Menschen in die Irre. Hieraus entsteht ein großer Handlungsbedarf in der Ausbildung im Archivwesen und in der Lehre in der Geschichtswissenschaft. Die Unterzeichnenden machen die Unterhaltsträger auf Landes- und Bundesebene auf die notwendigen Mittelaufwüchse aufmerksam.

Das Positionspapier ist ein wichtiges Ergebnis der ersten 4Memory Summer School. Im September 2024 waren in Stuttgart rund 30 Expert:innen aus den Bereichen Archivwesen und Digital History auf Einladung des Landesarchivs Baden-Württemberg zusammengekommen. Gemäß dem Motto der Veranstaltungsreihe „Linking Data | Linking Communities” standen die gemeinsamen Diskussionen über digitale Methoden und Use Cases an der Schnittstelle zwischen beiden Communities im Fokus. Mit Vertreter:innen aus Forschung, Gedächtniseinrichtungen und Forschungsinfrastrukturen versammelte die Veranstaltung sowohl Produzierende als auch Nutzende historischer Daten.

Die nächste Summer School fand 2025 am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft – in Marburg statt. Sie war dem Thema „The White Elephant in the Room. Datenqualitätsmanagement in historisch arbeitenden Fächern“ gewidmet und richtete sich an Masterstudierende, Promovierende und Praktiker:innen mit ersten Erfahrungen im Bereich Datenqualitätsmanagement. In diesem Jahr laden die Bayerische Staatsbibliothek und 2027 das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung zur „Linking Data | Linking Communities” Summer School ein. Das Format bietet damit weiterhin eine wichtige Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit der verschiedenen Communities in den historisch arbeitenden Geisteswissenschaften.

Positionspaper:

Summer-School:

 

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