(Veröffentlicht am 21.09.2022) Forschungsdaten sind ein wertvoller Schatz, mit dem neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Durch Ihre Weiterverwertung und Verknüpfung mit anderen Daten können Innovationen, Wirtschaftswachstum und wissenschaftlicher Fortschritt beschleunigt werden. Das haben sowohl Wissenschaft als auch Wirtschaft realisiert.

Um das Potenzial von Daten voll auszuschöpfen braucht es sowohl Vertrauen zwischen den verschiedenen Akteuren als auch praktikable technische und rechtliche Grundvoraussetzungen. Hierüber haben sich am 20. September Vertreter:innen des Vereins Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V., des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) offen ausgetauscht.

Mario Brandenburg – Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF – führte in die Veranstaltung ein und ermutigte einen gemeinsamen Weg zu gehen, um einen hochwertigen Zugang zu Daten und hochwertige Daten selbst zu ermöglichen. Denn immer mehr Erkenntnisse und Innovationen beruhen auf bereits bestehenden Daten. Dies gilt sowohl für die Wissenschaft als auch für die Wirtschaft. Bestehende Potenziale können jedoch aktuell nicht vollkommen ausgereizt werden, da das Fehlen von disziplinübergreifenden Standards, unbeantwortete rechtliche Fragen und wettbewerbliche Vorbehalte gegenüber dem Datenteilen den umfassenden und einfachen Zugang zu Daten verhindern.

In Impulsvorträgen und einer angeregten Podiumsdiskussion wurden Hürden, Positivbeispiele und weitere Aspekte des Datenteilens aus Sicht von Wissenschaft und Wirtschaft beleuchtet und Gemeinsamkeiten und Anknüpfungspunkte ausgelotet. Einigkeit herrschte, dass eine Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich Forschungsdaten schon längst überfällig ist.

Zu Gast waren neben dem Vorstand des NFDI-Vereins – Prof. York Sure-Vetter und Eva Lübke – sowie aus der HGF des BDI – Iris Plöger -, die Sprecher der NFDI-Konsortien Dr. Andreas Förster (NFDI4Cat), Prof. Peter Pelz (NFDI4Ing), Prof. Erhard Hinrichs (Text+), Prof. Juliane Fluck (NFDI4Health), Prof. Florian Stahl (BERD@NFDI) und die Unternehmensvertreter Dr. Hendrik Hahn (Evonik), Maximilian Veith (Trumpf) und Stefan Vilsmeier (Brainlab).

BDI und NFDI werden an Folgeformaten arbeiten, um diese Zusammenarbeit zu intensivieren und im Dialog zu bleiben.

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